Der PROTECT Ansatz: Systemisch schützen, Menschenhandel bekämpfen
Der Ansatz adressiert Schutzlücken bei Menschenhandel und Ausbeutung in der Prostitution mit einer umfassenden, realitätsnahen und strukturbasierten Herangehensweise.
Foli wird von seinem eigenen Onkel in Sklaverei verschleppt. Wie tausende weitere Kinder auf dem Volta-Stausee kämpft er ums Überleben. 18 Stunden am Tag Ausbeutung, Gewalt und Hunger.
Mara* verliebte sich in einen jungen Mann, den sie online kennengelernt hatte. Als er Mara einlud, aus Rumänien zu ihm nach Großbritannien zu ziehen, schienen alle ihre Träume von einem Leben in Glück und Wohlstand wahr zu werden. Doch gleich nach ihrer Ankunft, entpuppte sich Maras große Liebe als Menschenhändler, der sie in die sexuelle Ausbeutung trieb.
Mehr als zwei Jahrzehnte war Appa Rao aus Südasien verschwunden. Seine verzweifelte Familie ahnte nicht, dass er weit entfernt in Sklaverei ausgebeutet wurde. Jahre vergingen, die Appa nicht nur die Freiheit nahmen, sondern auch kostbare Momente mit den Menschen, die er liebte. Doch als alle Hoffnung erloschen schien, erreichte seine Tochter ein langersehntes Lebenszeichen.
Die Geschichte von Samara* aus Rumänien begann als verheißungsvolle Reise ins Glück. Ein Mann, den sie online kennengelernt hatte, versprach ihr die große Liebe und ein Leben in Wohlstand, wenn sie mit ihm käme. Als Samara in sein Auto stieg, ahnte sie nicht, dass ein skrupelloser Menschenhändler das Steuer übernahm.
Ghana - Hinter der Befreiung von Esther und weiteren Kinder aus der Sklaverei am Volta-Stausee steht ein Junge. Geoffrey* (eigentlich: Godwin, s.u.) wurde selbst erst wenige Stunden zuvor durch IJM befreit. Noch auf dem Rettungsboot, das ihn in Sicherheit brachte, bat er einen IJM Ermittler, zurückzufahren und nannte zehn Namen von weiteren betroffenen Kindern.
Nach der Trennung ihrer Eltern wird Joy von einem Verwandten zum nächsten gereicht. Sie träumt davon, dass ihre Familie wieder vereint wird und sie zur Schule gehen kann. Stattdessen muss Joy Grausames erleben.
Der Ansatz adressiert Schutzlücken bei Menschenhandel und Ausbeutung in der Prostitution mit einer umfassenden, realitätsnahen und strukturbasierten Herangehensweise.
Die UN-Sonderberichterstatterin stellt ihren Bericht zu Deutschland vor. Deutschland erhält Anerkennung, aber auch einen klaren Reformauftrag durch die Vereinten Nationen – es braucht mehr! Mehr Schutz vor sexueller Ausbeutung und konsequentes Vorgehen gegen Menschenhandel. Mehr Verbindlichkeit, mehr Koordination und einen flächendeckenden Schutz.
Im April 2026 reiste eine Gruppe unserer Unterstützenden auf die Philippinen, um vor Ort konkret die Arbeit von IJM im Kampf gegen sexuelle Online-Ausbeutung von Kindern kennenzulernen: in Schutzräumen, bei Ermittlungsbehörden, in Trainings für Strafverfolgung und im Gespräch mit Betroffenen, die sich heute selbst für den Schutz von anderen einsetzen. In ihrem Reisebericht schildert Lena Exner, Fachreferentin für Philanthropie und Partnerschaften, ihre bewegenden Eindrücke von entschlossener Zusammenarbeit und der wachsenden Hoffnung, dass globale Verbrechen durch globale Verantwortung und Zusammenarbeit wirksam bekämpft werden können.