Der PROTECT Ansatz: Systemisch schützen, Menschenhandel bekämpfen
Der Ansatz adressiert Schutzlücken bei Menschenhandel und Ausbeutung in der Prostitution mit einer umfassenden, realitätsnahen und strukturbasierten Herangehensweise.
Viele Betroffene werden in Bordellen, Clubs, Hotels oder Privathäusern festgehalten und erleben jeden Tag schweren Missbrauch. Menschenhändlerinnen und Menschenhändler locken Frauen und Mädchen oft mit Versprechungen von Wohlstand, Glück oder sogar Liebe. Aber dann zwingen sie sie, ihren Körper zu verkaufen - immer und immer wieder. Oder sie überreden Familien ihnen ihre Töchter mitzugeben und versprechen, die Kinder zur Schule zu schicken. Dort kommen sie nie an, sondern werden tagtäglich brutal ausgebeutet.
Die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet ist eine weitere Form der Ausbeutung, die aktuell rasant zunimmt. Sexualstraftäter überall auf der Welt - auch aus Deutschland - bezahlen dafür, sexuellen Missbrauch von Jungen und Mädchen per Livestream anzusehen und über Chats zu dirigieren.
Die Betroffenen werden durch Gewalt und Bedrohung festgehalten. Viele berichteten, dass sie die Hoffnung verloren hatten, jemals Hilfe zu bekommen.
Menschen sind weltweit von sexueller Ausbeutung betroffen.
von ihnen sind Kinder.
Kinder auf den Philippinen sind von sexueller Ausbeutung über das Internet betroffen.
Mit Versprechungen von Wohlstand, Glück und oftmals Liebe locken Menschenhändlerinnen und Menschenhändler insbesondere junge Frauen an, die Armut und Perspektivlosigkeit entkommen wollen. Nahezu ungehindert lassen sie Betroffene in Ländern innerhalb der EU verschwinden, um sie dort sexuell auszubeuten.
Sexuelle Online-Ausbeutung ist eine Form von moderner Sklaverei, die vor dem digitalen Zeitalter undenkbar war. Kinder werden live vor der Kamera sexuell missbraucht. Sexualstraftäter aus der ganzen Welt zahlen dafür - auch aus Deutschland. Die Betroffenen sind meist zwischen zwei und 12 Jahren alt. In vielen Fällen sind die eigenen Eltern, Verwandte oder Nachbarn in das Verbrechen involviert.
Unter Kriminellen gilt Kinderhandel in Bangladesch als risikofreies Geschäft. Tagtäglich sind sie auf der Suche nach Straßenkindern, Kindern von Sexarbeiterinnen oder aus verarmten Lebensverhältnissen, die dringend Geld benötigen. Mit scheinbar seriösen Angeboten locken sie Mädchen und junge Frauen an, um sie in der kommerziellen Sexindustrie brutal auszubeuten.
Der Ansatz adressiert Schutzlücken bei Menschenhandel und Ausbeutung in der Prostitution mit einer umfassenden, realitätsnahen und strukturbasierten Herangehensweise.
Der Internationale Tag zur Abschaffung der Sklaverei der Vereinten Nationen am 2. Dezember erinnert daran, dass heute noch über 40 Millionen Menschen in Sklaverei festgehalten gehalten.
in Berufungsgericht in Kanada hat in einem bahnbrechenden Urteil das Strafmaß für Cybersex-Ausbeutung von Kindern im Internet erhöht.