Arbeitssklaverei

Sklaverei findet sich in allen Wirtschaftsbranchen – überall dort, wo es möglich ist, Menschen auszubeuten.

Täterinnen und Täter setzen Täuschung, Drohungen oder Gewalt ein, um Kinder, Frauen und Männer zu zwingen, für wenig oder gar keinen Lohn zu arbeiten. Menschen in Sklaverei wird oft ausreichend Nahrung oder Schlaf verweigert und es wird ihnen verwehrt, zur Schule zu gehen oder medizinische Versorgung zu erhalten.

In Südasien sind ganze Familien gezwungen, in Ziegeleien und Reismühlen zu arbeiten, in Bekleidungsfabriken und an anderen Orten - einige bis zu 20 Stunden pro Tag. In Ghana schuften Kinder manchmal schon im Alter von vier Jahren in der oft lebensgefährlichen Fischereiindustrie. In Kambodscha werden verarmte Menschen verschleppt, um in Branchen wie Landwirtschaft, Bauwesen und Fischerei zu arbeiten, sowohl innerhalb des Landes als auch über Grenzen hinweg.

Fakten

  • 28

    Millionen Menschen sind weltweit von Arbeitssklaverei betroffen (GSI).

  • 86 %

    der Arbeitssklaverei tritt in der Privatwirtschaft auf: in Haushalten, Geschäften und Lieferketten.

  • 15

    Millionen Menschen sind im Raum Asien und Pazifik in einer Form von Arbeitssklaverei gefangen.

In diesen Ländern befreien wir Menschen aus Arbeitssklaverei:

  • Family India Brickkiln

    Südasien

    In Südasien werden Millionen Menschen in verschiedenen Formen von moderner Sklaverei festgehalten. Menschenhandel und Schuldknechtschaft sind zwar per Gesetz verboten, doch es mangelt in der Umsetzung geltenden Rechts. Täterinnen und Täter wissen darum und wähnen sich straffrei. Das führt dazu, dass in Südasien mehr Menschen in Sklaverei festgehalten werden als in irgendeinem anderen Land der Welt.

  • Ghana 247 201907 ACC Esther Little Actress Approved for Full Use

    Ghana

    Zehntausende Kinder arbeiten am Volta-Stausee in der Fischerei. Fast 40 Prozent der Kinder in den umliegenden Gemeinden wurden von Kriminellen getäuscht und in die Arbeitssklaverei gelockt. Einige der Minderjährigen, die dort auf Fischerbooten schuften müssen, sind kaum älter als vier Jahre. Immer wieder ertrinken Kinder auf dem See, weil sie nicht schwimmen können.

  • Stock

    Thailand

    Eine Form von massivem Unrecht beobachtet IJM an der Küste Thailands. Tausende Gastarbeiter aus Kambodscha und Myanmar werden in der Fischereiindustrie ausgebeutet. Oft müssen die Männer über viele Jahre auf Fischkuttern leben und unter widrigen Umständen bis zu 20 Stunden am Tag arbeiten.

  • 2023 YE Campaign Jun Hao Actor101 202309 CAM Australia Year End Campaign Jun Hao Story Approved for Full Use 2025 08 20 101115 fukf

    Kambodscha

    In Südostasien wächst eine neue Form von Sklaverei zu einer globalen Krise: Kriminelle locken Menschen aus aller Welt mit falschen Angeboten gut bezahlter Online-Arbeit in Länder wie Kambodscha. Mit Gewalt zwingen sie dort Betroffene, Menschen weltweit über das Internet um ihr Geld zu betrügen.

Aktuelles aus unserer Arbeit gegen Arbeitssklaverei

OSCE IJM SIMEX Bruhl 2025 Jean Benoit Manhes Christina Reinig hawn Kohl JPG 2025 10 EATP OSCE simulation training with European police Full Use

Simulierter Ernstfall in NRW: So kann Europa Menschenhandel stoppen

An der Simulationsübung nahmen mehr als 100 Expertinnen und Experten im Einsatz gegen Menschenhandel aus über 20 Ländern teil, darunter aus Deutschland, den Niederlanden, Rumänien, Bulgarien und Polen. Ziel war es, gemeinsam zu trainieren, voneinander zu lernen und die Zusammenarbeit über nationale Zuständigkeiten hinweg zu stärken.

Newsletter abonnieren

Erfahre im Newsletter, wie Du mit uns Sklaverei abschaffen kannst.

Deine E-Mail

Dafür melde ich mich an.

Learn about IJM